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Augen auf, Herz auf, T…

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Idee, erste Gedanken und eine Bitte

Eine Bitte vorweg: Nehmt euch doch bitte die Zeit, und lest in aller Ruhe, was ich hier für euch aufgeschrieben habe. Vielleicht kann ich euch ein bisschen von meinen Gedanken in dieser Krisenzeit nahebringen. Habt also Geduld mit mir und dem, was ich hier erzähle.


Nun also auch noch der Konfirmandenunterricht online


So mögt ihr vielleicht denken. 


„Haben wir nicht schon mit der Schule online genug zu tun?“


„Muss das sein?“


Solche Gedanken kann ich gut verstehen. Ihr habt auch in dieser Zeit des „Kontaktverbotes“ reichlich Aufgaben zu erledigen. Und sitzt vielleicht noch mehr vor digitalen Endgeräten als sonst. Und das ist ja schon reichlich.


Uns und unserer kleinen Tochter geht das auch so. „Homeschooling!“


Wenn man mal „googelt“ und „Homeschooling“ eingibt, kommt relativ weit oben der Treffer: 


„Homeschooling belastet Familien“.

Screenshot am 1.5.2020

Zum Vergrößern ins Bild klicken



Genau das will ich aber nicht. Ich will euch nicht zur Last fallen. Ganz im Gegenteil! 


Ich möchte euch mitnehmen auf meine Exkursionen in dieser so anderen Zeit.


Es gibt so viel zu entdecken!

Seit dem 15. März 2020 streame ich die Gottesdienste unserer Gemeinde auf Facebook. Zuerst war es nur eine spontane Idee.  Das Kontaktverbot begann. Es waren fünf Menschen trotzdem in der Kirche erschienen. Wir feierten den Gottesdienst. Und ich drückte auf den „Livebutton“ meiner Facebookseite:


Link: facebook.com/ostendorf.lieder


Gottesdienst

Und schon war der Gottesdienst „live“ und andere konnten ihn mitverfolgen.


Die Resonanz war so groß, dass ich das dann beibehalten habe.


Nun wäre es ja langweilig, einfach den normalen Gottesdienst zu machen und einfach das Handy hinzustellen und das dann zu übertragen. So ein Gottesdienst mit drei Bibeltexten, fünf Liedern, Predigt und Gebeten.


Ich glaube, da würde keiner dran bleiben. Das ist „in echt“ gut und vor allem schön! Aber vor den Bildschirm ermüdend.


Also mache ich mich vor jedem Livestream auf den Weg in eine unserer Kirchen und schaue, was zum nächsten Sonntag und seinen Texten passt. 


Die vergangenen Streams könnt ihr hier finden:


Link: Livestreams: Übersicht


Dabei gucke ich ganz anders. Wach und auf der Suche. Was gibt es zu entdecken? Was spricht mich an? Was könnte Bedeutung haben? 


Was könnte unsere Situation deuten?


Fotos

Dann mache ich Fotos von meinen spontanen Fundstücken. Diese lade ich dann auf den Rechner. Und beim Betrachten fallen mir weitere, für mich, interessante Dinge auf.


Ihr kennt das ja schon von unserem Konfirmandenwochenende! Dass ich eine Liebhaberei für Bilder und Eindrücke habe! :-))


Erinnerung

Erinnerst du dich noch an das „Café am kleinen See am Rande der Stadt“? Nein? Macht nichts, dann nenne ich dir noch einmal die Fragen, die wir gestellt hatten:


Warum bist du hier?

Führst du ein erfülltes Leben?

Was brauchst du wirklich?


Weißt du noch welches Bild du hattest? Nein? Versuche dich zu erinnern! Dann wirst du wieder in die Atmosphäre eintauchen, die uns damals so gut getan hat. 


Gemeinschaft, 

Konzentration, 

Ruhe, 

gutes Essen, 

einander behilflich sein, 

nachts einen Film schauen, 

mal was ganz anders denken als normal…


Fragen

Wenn ich Fragen habe, suche ich über Google. Oder ich rufe Menschen an, die etwas wissen könnten. Wissen über die Geschichte unserer Kirchen, oder der Gemeinde. Wissen über die Künstler und deren Leben.


Und manchmal sind es einfach meine ganz eigenen Gedanken. Meine „Assoziationen“. 


Vokabel: „Assoziation“: 

Lateinisch: 

Verbinden,  verknüpfen, vernetzen


Link: Assoziation (Psychologie) Wikipedia

Link: Assoziatives Denken (Begabtenzentrum)


Für mich ist das total spannend. Ich entdecke ganz viel neues. Und dabei schließt sich mir auch manch Moment der Gegenwart auf.


Und jetzt schreibe ich schon so viel. Wahrscheinlich zu viel.


Keine Angst, das wird nicht immer so sein!


Fürs Erste wollte ich dir und euch nur von mir berichten. Denn man Pastorenalltag hat sich ganz schön verändert. 


Seit langer Zeit haben wir uns nicht mehr getroffen. Das ist schade! Und das fehlt mir auch. Ich bin gespannt, von euch zu hören und zu lesen. 


Unsere Gespräche, eure Fragen und Gedanken sind mir wichtig!


Gerade auch jetzt. 


Wie erlebt ihr diese Krise? 

Was denkt und was glaubt ihr? 


Sehen und Hinsehen

Ihr seht die Welt mit euren Augen und euren Erfahrungen.


Ich schaue bestimmt ganz anders. Mit meinen Augen und meinen Erfahrungen.


Also möchte ich gerne mit euch zusammen schauen. Und zusammentragen, was uns zusammen so auffällt.


Ab und zu ein Bild

Dazu möchte ich euch ab und zu ein Bild vorstellen. Ein Bild aus einer unsere Kirchen. Die sind teilweise ganz schön alt. Und auch schwierig zu fotografieren. Oft spiegelt sich - gerade bei Ölbildern - das Licht darin. Der richtige Winkel ist gar nicht so leicht zu finden.


Ganz wichtig!

Es ist ganz wichtig, zu begreifen, dass es hier kein richtig oder falsch gibt. Es geht hier überhaupt nicht um Leistung, Können, Zensur, Schwerstarbeit oder Stillsitzen.


Es geht hier um das eigene Herausfinden, sich auf die zu Suche machen und Lust daran zu haben, etwas zu finden.


„The masked singer“

Das ist so ein bisschen wie „The masked singer“. Das eigentliche sieht und hört man nicht sofort. Nicht auf den ersten Blick. 


Link: The masked singer (Wikipedia)


Man muss schon hinschauen. Etwas grübeln. Auf versteckte Hinweise achten. Oder sich mit anderen zu beraten.


Plötzlich sieht man das Bild mit eigenen Augen. Es geht einem ein Licht auf!


Link: „jemandem geht ein Licht auf“ (Geo)


Erfüllt

So ist es mir in den letzen Wochen oft ergangen. In so einem Moment war ich ganz erfüllt! Erfüllt von dem, was sich mir erschlossen hat. Erfüllt davon, dass ein altes Bild für mich plötzlich aktuell geworden ist und ich darin etwas für mich wichtiges und neues entdeckt habe. 


Und auch erfüllt davon, wie Menschen, die lange vor mir gelebt haben, ihren Glauben zum Ausdruck gebracht haben. Und das ohne Internet, Handy, TV und MP3!


Ganz schön tiefsinnig!

In all dem, was gerade geschieht, helfen mir - ganz persönlich - diese Bilder, meinen Glauben und meine Beziehung zu Gott ganz anders zu betrachten. Diese Gedanken und Gefühle kann ich aus der Kirche mit hinaus nehmen. Ich kann die Bilder so zu sagen, als Erinnerungsstützen - als innere Bilder - mitnehmen und daran immer wieder Gedanken anknüpfen.


So genug geschrieben und gelesen

Schön, dass du solange durchgehalten hast!


Lange Rede - kurzer Sinn

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