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Bericht: Jugendwochenende 2021 (1)

24.10.2021

Haus Sturmmöwe

22.-24.10.2021 Heiligenhafen 


Heiligenhafen, genauer: die kleine vorgelagerte Halbinsel Graswarder war das Ziel der Jugendfreizeit. Das Haus Sturmmöwe der Ev.-Luth. Gemeinde Hamburg-Horn hatten wir uns als Unterkunft ausgesucht. 


Ich selbst kannte dieses schöne Haus noch nicht. Aber die Lage dort direkt an der Ostsee und die Möglichkeit, alle Personen gut auf Zimmer zu verteilen, so dass Abstand gehalten werden kann, war überzeugend. 


Und tatsächlich: Das Haus Sturmmöwe liegt wirklich einmalig. Das letzte Haus auf dem Graswarder. Inmitten eines Naturschutzgebietes des NABU. Das Wasser der Ostsee rollt ein kleinen oder auch großen Wellen direkt an die neue Hochwassersicherheitswand unmittelbar am Haus. 


Bei unserer Ankunft stürmte es schon noch ein wenig infolge des Sturmtiefs „Ignaz“. Von Herrn Fricke wurde wir herzlich willkommen geheißen. Die Zimmer waren schnell verteilt, die selbstgemachte Pizza konnte gebacken werden. Ein guter Start! Insgesamt waren wir 20 Personen. 4 Erwachsene und 16 Jugendliche. Natürlich wurde alle Hygienemaßnahmen eingehalten. Fast alle Teilnehmenden waren geimpft. Trotzdem wurde alle vor der Abfahrt zuhause getestet. So hatten wir die Gewissheit, dass wir als Gruppe gut miteinander unterwegs sein könnten. 


Inhaltlich sollte es um die Schöpfung und unseren Umgang damit gehen. Gerade hier an der Grenze von Land und Wasser, mit Sand unter den Füssen und dem Blick zum Horizont, mit dem Naturschutzgebiet und den Grenzen, die uns durch Zäune gesetzt waren, hatten wir das Thema oft vor Augen. Kleine Schatzkästchen wurden geöffnet: Gemeinschaft, sehen, erkennen…. Bilder wurden angeschaut, ein Licht angezündet, Lieder gesungen, Zusammenhänge entdeckt. Mit dabei: Ein kleiner Dino! Erdgeschichte, Umwelt, Klima, Nahrungsmittel, Fragen und Assoziationen. 


Das alles im Gepäck. So haben wir uns auf den Weg nach Fehmarn gemacht. Dort im Aquarium des Meereszentrums konnten wir einiges vertiefen. Auch wenn Tiere, die dort in Gefangenschaft sind, ein widersprüchliches Gefühl auslösen: Ehrfurcht, Respekt und Verantwortungsbewusstsein kann man an ihnen lernen. Wie vielfältig, bunt und einzigartig das Leben im Meer ist. Das Meer, aus dem das Leben wohl entsprungen ist. Vor mehr als 500 Millionen Jahren. Ein unvorstellbar langer Zeitraum. Von Menschen kaum zu ermessen. Eine lange Entwicklung. 


Wie kurz die Menschheitsgeschichte dagegen scheint. Wie folgenreich! Wieviel Ressourcen Menschen brauchen und verbrauchen. Vieles ist unwiederbringlich. In der Beschäftigung mit dem Schöpfungsbericht der Genesis (1.Mos.1) wurde uns der Auftrag, die Schöpfung zu bewahren, deutlich. Ein kleiner Teil der Schöpfung konnte am Fehmarner  Südstrand jeweils in ein Einmachglas gesammelt werden. Eine Muschel, ein Stein, etwas Sand, Wasser oder auch ein Stück Zivilisationsmüll, Plastik, Zigarettenstummel…Was nimmst du in deinem Schatzkästchen mit nach Hause? Glaube? Liebe? Gemeinschaft? Erkenntnis? Hoffnung? Eine Mütze voll Schlaf? 


Es war ein intensives und sehr schönes Wochenende mit euch allen zusammen. Rücksichtsvolles Miteinander, Hilfsbereitschaft und viele gute Gedanken haben diese Zeit für mich sehr wertvoll werden lassen. Dafür möchte ich mich bei euch allen bedanken! Mal sehen, wo es das nächste Mal hingehen wird?!

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